Tipp 1 – Richtige Lagerung:

Während eine Fußbodenheizung üblicherweise keinen Einfluss auf ein Instrument hat, gilt es, starke Sonneneinstrahlung und die Nähe zu Heizquellen zu meiden. Kälte über einen längeren Zeitraum schadet nicht, jedoch sollte die Luftfeuchtigkeit regelmäßig überprüft werden. Tipp: Mit einem Hygrometer kann die Feuchtigkeit im Raum gemessen werden. Wenn der Wert über 40 % relativer Luftfeuchtigkeitliegt, ist das Instrument ideal gelagert.

Instrumentenpflege - Peter Mürnseer stimmt Harfe

Tipp 2 – Stimmungspflege:

Ein gut gestimmtes Instrument ist die Voraussetzung für erfolgreiches Üben und essenziell für die Werterhaltung und den Klang des Instrumentes. Die Beschaffenheit der Saiten, das Raumklima, die Luftfeuchtigkeit und Wetterschwankungen haben einen Einfluss auf die Stabilität der Stimmung. Wichtig ist es, immer alle Saiten zu stimmen – auch jene, die nicht bespielt werden. Da alle Saiten schwingen, klingt ein komplett gestimmtes Instrument tragender und voller. Der persönliche Tipp von Instrumentenbauer Peter Mürnseer: »Ich stimme eine Saite zwei bis drei Teilstriche (Cent) am Stimmgerät höher und dann von oben nach unten auf Null. Die Saite bleibt so besser in der richtigen Spannung. Im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten ist es gelegentlich notwendig, Saiteninstrumente höher zu stimmen. Bis 445 Hz ist das bedenkenlos möglich. Es empfiehlt sich dabei, die Instrumente mehrmals kurz hintereinander zu stimmen, um eine schonende Umstellung zu gewährleisten.

Tipp 3 – Regelmäßige Besaitung:

Zur Stimmpflege gehört auch die Besaitung des Instruments – ein Thema, das viele Musiker fürchten.

Eine kleine Hilfestellung ist jene Faustregel:

  • Gitarre: sollten etwa alle drei bis sechs Monate besaitet werden
  • Harfe: alle sieben bis zehn Jahre
  • Hackbrett: alle 20 Jahre.
  • Zither: Griffbrettsaiten alle sechs Monate, Freisaiten alle drei bis fünf Jahre wechseln.

Endlos laufende Wirbel, etwa bei der Gitarrenmechanik oder konische Harfenwirbel, brauchen keine Vorbereitung. Es ist notwendig, dass Sie Wirbel mit Gewinde (Zither, Hackbrett) zuerst ein wenig herausdrehen, bevor Sie die Saite aufziehen. Ansonsten wandern die Wirbel immer tiefer ins Holz.

Peter Mürnseer beim Bespannen der InstrumenteTipp 4 – Hygiene bei der Saitenpflege:

Verschmutzte Saiten verlieren an Klangqualität, da sich Schmutz zwischen den Windungen festsetzt. Vor jedem Griff zum Instrument sollten die Hände daher gewaschen werden. Nylonsaiten lassen sich kaum reinigen, umsponnene und glatte Metallsaiten (Harfe, Zither, Hackbrett) dürfen mit einem Schleifvlies gereinigt werden, wodurch raue Stellen und Verfärbungen fast gänzlich verschwinden.

Tipp 5 – Lackpflege:

Die meisten neuen Instrumente sind mit einem modernen pflege-leichten Möbellack lackiert, der keiner besonderen Behandlung bedarf. Pflegemittel sollten nur unter Rücksprache mit dem jeweiligen Instrumentenbauer verwendet werden. Sinnvoll ist die Reinigung und Entstaubung mit einem weichen Pinsel oder einem leicht mit Wasser befeuchteten Tuch. Sie dürfen Ihr Instrument auch mit Druckluft abblasen.